Diagnose

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Nachdem meine MRT Untersuchungen ausgewertet waren, habe ich die Befunde abgeholt. Es ist wirklich sehr beeindruckend die vielen Querschnitte des eigenen Körpers zu sehen! Inzwischen waren 2 Wochen seit meinem Besuch im Krankenhaus vergangen und meine Beschwerden waren dank Physiotherapie schon fast verschwunden.
Die Ärztin im Krankenhaus hatte gesagt, dass ich wieder kommen soll, sollte etwas gefunden werden. Im Ergebnis der Untersuchung stand “Supratentorielle bilaterale periventrikuläre balkennahe Läsionen… auf Grund der Lage und Konfiguration im Rahmen eines disseminierten entzündlichen Geschehens denkbar, sodass eine weitere Abklärung hinsichtlich einer Enc. diss. anzustreben ist” Viel habe ich davon nicht verstanden, aber als ich Enc. diss. gegoogelt habe, kam heraus dass es die Abkürzung von “Encephalomyelitis disseminata” ist, was Multiple Sklerose bedeutet. Na dann rufe ich vielleicht doch mal im Krankenhaus and und frage ob ich nochmals kommen soll. Also schlecht geht es mir ja eigentlich nicht, aber sicher ist sicher.

Als ich angerufen und den Befund vorgelesen habe, hat es geheißen ich soll gleich kommen. Na gut. Ich also ins Auto und ab ins Krankenhaus. Nach Stunden langem warten in der Ambulanz kam ich endlich an die Reihe. Wie beim ersten Mal hat die Ärztin diverse Untersuchungen an mir durchgeführt. Da gibt es Stimmgabeln die angeschlagen werden und man soll sagen wann man die Schwingungen nicht mehr spürt. Die Reflexe werden mittels kleinen Hämmerchen getestet, dann muß man dem Finger der Ärztin nachschauen und alle möglichen Übungen machen. So ähnlich wie bei einem Alkohol Test. “Gehen sie einer Linie entlang”, “Berühren Sie mit dem rechten Finger die Nase” Die Nadel mit der man überall am Körper gepikst wird, durfte auch nicht fehlen. Dann kam wieder die ganze Frageliste “Wenn sie mit dem Kopf nicken, spüren sie dann ein Kribbeln in der Wirbelsäule als würden Ameisen runterlaufen”. Ich bin nicht unbedingt der Mensch der sich selber ständig beobachtet und bei jeder Kleinigkeit zum Arzt geht. Ich spiel seit 10 Jahren American Football – mir tut ständig was weh und ich finde es lustig wenn die Blutergüsse an meinen Armen die Form von Kontinenten haben.
Also ich nicke mal mit dem Kopf um zu sehen was passiert und wirklich spüre ich die Ameisen. Die Ärztin: “Das haben sie letztes Mal aber nicht angegeben!” Hm, da war ich auch schon etwas genervt nach der gefühlt tausendsten Frage. Aber ich habe wirklich nicht die leiseste Idee ob ich das Gefühl davor auch schon hatte oder nicht.

Die Ärztin verschwindet mit meinen Unterlagen aus dem Raum und kommt nach 10 Minuten wieder. Sie hat gerade mit dem Oberarzt gesprochen und die beiden sind der Meinung ich muss im Spital bleiben. Sie hat schon ein Zimmer für mich organisiert ich kann gleich auf die Station gehen… Wie? Was? Mir geht’s doch gut. Die Symptome sind doch fast weg! “Ist das wirklich nötig?” höre ich mich fragen. Mein Auto steht vor dem Krankenhaus und da ist Kurzparkzone. Für das Wochenende hatte ich auch schon Pläne – meine Schwester hat Geburtstag und kommt extra aus Spanien!

Aber nein, ich muss heute ins Krankenhaus – sie besteht drauf. Später gibt es dann vielleicht kein freies Bett etc. Na gut. Ich stimme zu, mache mir aber aus dass ich noch mein Auto heim bringen und mir ein paar Sachen holen kann.
Um 15:00 bin ich dann mit meinem Rucksack wieder im Spital. Mit einem Zettel den ich am Vormittag erhalten habe, sollte ich mich zur Aufnahme bei einem Schalter im Erdgeschoß melden. Dort erhalte ich die Hausordnung und weitere Zettel mit denen ich zur Station gehen musste. Dort angekommen, habe ich die Zettel einfach der nächst besten Krankenschwester in die Hand gedrückt und dann ein Bett zugewiesen bekommen.

 

Category: Diagnose

Lumbalpunktion

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Bei der Lumbalpunktion wird Nervenwasser, Liquor, aus dem Lumbalkanal im Lendenbereich entnommen und untersucht um Krankheiten nachzuweisen. Diese Untersuchung wurde bei mir im Krankenhaus durchgeführt. Vereinfacht gesagt bekommt man eine Spritze zwischen die Wirbeln in die Mitte der Wirbelsäule gesteckt und dann wird dort Flüssigkeit entnommen.

Das passiert ohne Betäubung und ging bei mir sehr rasch. Wenn man beleibter ist kann es angeblich passieren, dass der Arzt länger braucht um die richtige Einstichstelle zu finden.
Bei mir wurde die Entnahme im Sitzen gemacht. Ich saß auf der Bettkante, habe einen Poster umklammert und einen Buckel gemacht. Der Arzt hat gesagt es ist wichtig, dass ich nicht zucke, aber das ist leichter gesagt als getan. Man sieht ja nicht wann die Nadel kommt und erschrickt natürlich beim ersten Schmerz.
Vom Arzt wurde der Schmerz als ein “Stechen”, wie bei der Blutabnahme beschrieben. Das kann ich nicht bestätigen.
Am Anfang spürt man den Stich aber dann ist es mehr ein dumpfer, großflächiger Schmerz der sich ausbreitet. Für mich fühlte es sich an als würde mir ein Elefant ins Kreuz steigen. Um zum Kanal in der Mitte zu gelangen muss der Arzt auch mit der Nadel Nerven aus dem Weg räumen. Das spürt man auch – vielleicht am ehesten vergleichbar mit einer Zerrung beim Sport.

Wenn man es überstanden hat, muss man ruhig liegen bleiben. Auch einige Tage danach habe ich die Stelle gespürt – hat sich bisschen wie ein Krampf angefühlt.

Amüsant war, dass mich der Arzt, der die Punktur durchgeführt hat, gefragt hat, ob mein Industrial Ohr Piercing  nicht weh getan hat. Und dass das doch schlimm sein muss ohne Narkose. “Hallo? Du hast mir grad einen Nadel in den Rücken gerammt und glaubst das hat nicht weh getan?”

Magnetresonanztomographie

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Die Magnet-Resonanz-Tomografie, oder kurz MRT oder MR genannt, zählt definitiv nicht zu meinen Lieblingsuntersuchungen. Ich fühle mich auch in engen Aufzügen nicht sonderlich wohl, dementsprechend ist die enge Röhre in die man geschoben wird auch nicht angenehm.

Der Ablauf ist wie folgt: nach dem Entkleiden (ein Unterwäsche darf man angehalten) muß man sich noch außerhalb des MRT-Gerätes auf einen fahrbaren Untersuchungstisch legen und bekommt Kopfhörer aufgesetzt. Muß ein MRT vom Kopfbereich gemacht werden, wird der Kopf in eine Art Gitter aus Plastik gelegt damit man ihn nicht bewegt. Man könnte es auch mit einem Helm vergleichen, weil es wirklich rund um das Gesicht geht. im Bereich der Ohren bekommt man rechts und links noch Schaumstoff reingesteckt, damit der “Helm” festsitzt. Dadurch  wird das ganze noch etwas enger und unbequemer. Ich empfehle jedem noch BEVOR man in die Röhre geschoben wird, die Augen zu schließen und diese auch nicht mehr zu öffnen bis man wirklich draußen ist.

In die Hand bekommt man einen kleinen Ball den man, sollte man panisch werden, zusammendrücken soll. Wenn man ihn drückt und sich aus dem Tunnel holen lässt, während die Untersuchung läuft, hat das allerdings zur Folge das die Bildfolge bei der abgebrochen wurde, nochmals gemacht werden muss. Sprich, die ganz Prozedur verlängert sich einfach nur.
Ich habe einmal den Ball gedrückt um zu sehen was passiert. Es wurde dadurch nicht sofort die Untersuchung gestoppt, sondern die Röntgentechnische Assistentin hat mich über Lautsprecher gefragt was los ist. Ich hab dann gefragt wie lange es noch dauert und sie hat gemeint dass wir bald fertig sind. Die Kommunikation war für mich sehr hilfreich.

Wenn alle Vorbereitungen beendet sind, wird man in den Tunnel geschoben. Das MRT-Gerät erzeugt einen Luftstrom in dem Tunnel, dessen Stärke reguliert werden kann. So fühlt man sich in der Röhre nicht so eingeengt – die Augen sollten trotzdem zu bleiben. Ist alles vorbereitet, verlässt das Medizintechnische Personal den Raum. Der/die RadiologieassistentIn sitzt in einem anderen, angeschlossenen Raum während der Untersuchung. Der fahrbaren Untersuchungstisch wird durch den/die MT AssistentIn ferngesteuert und wird im Laufe der Untersuchung hin und her bewegt. Vor allem wenn der Lendenbereich untersucht wird, wird man relativ weit in den Tunnel gefahren. Die Untersuchung besteht aus Serien von Bildern. Mittels Magnetfeldern werden vom Körper verschiedene Schnittbilder generiert. Jede Bild Serie zeichnet sich durch andere Geräusche aus. einmal gibt es schnelle kurze Klopfgeräusche, ein anderes Mal hört es sich an wie ein altertümlicher Nadeldrucker oder eine dumpfe Hupe. Zwischen den Serien gibt es Pausen wo alles still ist und man in eine neue Position geschoben wird. Der ganze Prozess dauert etwa 30 Minuten.

Manche MRTs werden mit Kontrastmittel gemacht, damit man bestimmte Gewebeteile die das Mittel aufnehmen darstellen kann. Die Injektion des Kontrastmittels kann entweder vor der Untersuchung passieren oder während der Untersuchung über eine Kanüle (Nadel mit angeschlossenen Schlauch), die man vorher eingesetzt bekommen hat.

Ein Neurologe hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass diese Untersuchungen mit Kontrastmittel erst seit einigen Jahren gemacht werden. Das bedeutet, dass man nicht weiß, welche Wirkung es langfristig auf den Körper hat.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass es auch Patienten gibt die sich während des MRTs total entspannen können und sogar einschlafen. Andere Patienten haben solche Panik, dass sie die Untersuchung in einem speziellen MRT-Gerät machen lassen, das oben offen ist. Offenbar gibt es Institute die das anbieten.

Aber generell haben alle mit denen ich gesprochen habe gesagt, dass man sich mit der Zeit daran gewöhnt und es immer stressfreier wird.

 

Wie alles begann .. erster Schub

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Alles begann als ich eines Tages aufgewacht bin und meinen Oberkörper nicht mehr gespürt habe. Schon an den Tagen davor haben sich manche Stellen taub angefühlt. Aber an diesem morgen war es als wäre meine Haut über nacht zu einem Korsett aus Eis erstarrt. Das Gefühl das das Korsett immer enger wird und mir das Atmen schwer macht, hat mich schließlich dazu bewogen in ein Krankenhaus zu fahren. An diesem Morgen hatte ich einen Termin in meiner KFZ Werkstatt und bin einfach ins näheste Krankenhaus gefahren.

Dort hat man mir zuerst Blut abgenommen und mich dann in die Neurologie Ambulanz geschickt. Bevor ich zur Untersuchung aufgerufen wurde, vergingen 3 endlos scheinende Stunden. Die Ärztin war sehr nett und hat diverseste Fragen gestellt, von denen ich die meisten nicht beantworten konnte. “Wird ihnen manchmal schwindlig? Haben sie oft Kopfweh?” Ja, aber wird nicht jedem Menschen manchmal schwindlig und hat nicht jeder mal Kopfweh? Wenn man zum Beispiel zu wenig trinkt oder es schwül ist draußen? Also wieviel Schwindel oder Kopfweh ist normal? Soll ich nun Ja oder Nein antworten? Etwas eindeutiger war es dann als sie begonnen hat mich an diversen Körperstellen mit einer Nadel zu piksen. Oberhalb der Brust und an den Beinen hat das weh getan, auf der Brust habe ich weniger gespürt und darunter habe ich nur noch den Druck gespürt und gar keinen Stechen mehr. Dann kam meine Lieblingsfrage, die ich wohl nie vergessen werde: “Tragen Sie vielleicht einen zu engen BH?” Natürlich das ist es! Daß ich da nicht gleich drauf gekommen bin! Seit Tagen trage ich einen zu engen BH und das Tag und Nacht! “Nein, ich trage keinen zu engen BH”. Die Ärztin diagnostiziert daß die Taubheit aus den Rückenwirbeln kommt und schickt mich zu einer MR Untersuchung. Und da ich eine Frau bin muß ich auch ein MR von meinem Kopf machen lassen – denn bei Frauen kann das auch aus dem Kopf kommen.. Aha

Als erstes, so wurde mir gesagt, muß ich aber die Überweisung bei der Krankenkasse bewilligen lassen. Als ich aus dem Krankenhaus kam, war praktischer Weise mein Auto schon fertig. Ich also zur Werkstatt mein Auto holen und dann ab zur SVA. Dort kam ich gleich dran und hatte innerhalb von 10 Minuten meine Bewilligung.

Dann im Auto sitzend, hab ich gleich ein paar Diagnose Zentren angerufen. Es ist nicht so einfach wenn man vorlesen soll was auf der Überweisung steht. Abgesehen von der Tatsache daß ich nichts von den Abkürzungen verstehe, müßte man zur Entschlüsselung der Ärzte Handschrift Ägyptologie studiert haben.

Den frühesten Termin gibt es in 2 Wochen – großartig, und was mache ich bis dahin? Mich einschnüren lassen? Die Ärztin hat gesagt man kann nichts machen bis das MR da ist und daß das Gefühl von selber wieder kommen wird. Nicht sonderlich zufriedenstellend!